10 Jahre Feuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg vom 01.09.2012

Die Feuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg besteht seit zehn Jahren. Am Fest präsentierte sie zum Beispiel den neu angeschafften Elektrolüfter – er stellt vieles dar, was die Feuerwehr ausmacht. Kommandant Urs Hug war am Samstag nicht nur deshalb ein glücklicher Mensch.

Er ist eine Anschaffung aus diesem Jahr, leuchtet noch im Feuerwehr-Rot und zieht an diesem Jubiläumsfest die Leute an.

Gerade wieder dreht ein Feuerwehrler den Schalter, wieder bläst und knattert es – der neue Elektrolüfter MGV-L80, er fasziniert. Wie die Feuerwehr ganz generell faszinierend ist für die Leute. Beim Fest der Feuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg, die vor zehn Jahren fusioniert hat, sind am Samstag in etwa tausend Leute dabei. Und einige von ihnen, es sind vor allem Männer, stehen nun vor dem neuen Elektrolüfter. Halten beide Hände davor und testen die Kraft der Maschine. Sie staunen.
Das ist Feuerwehr. Ein bisschen Technik, ein bisschen Heldenepos, ein bisschen Bubentraum.
 
Fast alle zwei Tage einen Einsatz
 
Der Mann, der die Details zum Elektrolüfter weiss, kennt sich aus mit Maschinen. Er ist im normalen Leben Lastwagenmechaniker.Urs Hug, seit vier Jahren Kommandant dieser Feuerwehr, steht beim Lüfter, neben ihm seine Frau, die er auf den Rundgang durch den Fuhrpark mitgenommen hat. Hug erklärt: Diesen Elektrolüfter haben sie angeschafft, um bei Feuer mit starkem Rauch ebendiese Schwaden schnell kanalisieren und einsaugen zu können. Früher hatten sie nur kleine Lüfter, aber was hätte man mit diesen Mini-Maschinen ausrichten können, wenn sich in einer der grossen Tiefgaragen der Rauch festgesetzt hätte?
 
Urs Hug erwartet keine Antwort auf diese Frage. Nicht viel! Und aus diesem Grund steht der neue Elektrolüfter an diesem Samstag in der Ausstellung, sechzigtausend Franken ist er wert. Ende August wurde die Maschine bereits bei einem Ernsteinsatz gebraucht. Urs Hug und seine Kollegen mussten damals ausrücken, weil es in einer Waschküche brannte.
Es war einer von 1470 Ernsteinsätzen, die die Feuerwehr seit ihrer Fusion vor genau zehn Jahren geleistet hat. Urs Hug hat diese Zahl genannt, als er am Rednerpult im Festzelt seine Ansprache hielt.
 
So richtig vorstellen konnte sich diese Zahl wohl kaum einer. Das ist fast alle zwei Tage ein Einsatz. «Unsere Bereitschaft ist sehr hoch. Ich bin stolz auf diese Feuerwehr, stolz auf diese 98 Feuerwehrleute», sagte Urs Hug auch noch.
 
Er war nicht der Einzige, der bei der Festrede Freude zeigte.Da war etwa noch die Bernecker Vize-Gemeindepräsidentin Margrit Wellinger. Sie sagte: «Der Zusammenschluss wurde am Anfang in Teilen der Bevölkerung kritisch beurteilt. Heute ist das nicht mehr so! Wir haben eine gut geführte Feuerwehr.» Oder Walter Grob, Gemeindepräsident von Au: «Das war ein guter Schritt damals!»
 
Und während die Politiker ihre Reden hielten, sass Urs Hug zufrieden auf einem Festbank. Später, als er mit seiner Frau beim Elektrolüfter steht, merkt er, dass auch er dieses Jahr ein Jubiläum feiert – 25 Jahre Feuerwehr. Mit 24 Jahren hat es ihn gepackt, als er neben das Depot in Heerbrugg zog.
 
Heute sagt er: «Jemandem helfen zu wollen, das muss einfach in einem drin sein. Ich zum Beispiel, ich bin einfach so.»
 
Diese Eigenschaft war von Beginn dieser Fusion an gefragt: Just in der Nacht auf den 1. September vor zehn Jahren führte der Littenbach Geschiebe mit und viel zu viel Wasser, die Strassen wurden geflutet, zweihundert Einfamilienhäuser waren von diesem Unwetter betroffen. «Wir konnten damals sofort zeigen, dass die neue Feuerwehr die nötige Schlagkraft und genug Ressourcen hat», blickt Urs Hug zurück.
 
Diese Fluten haben die Leute sofort davon überzeugt, dass ihre Feuerwehr bereit ist. So auch Margrit Wellinger, die Gemeinderätin. Sie ist damals in Halbschuhen durch den Schlamm gewatet und ist noch heute beeindruckt.
 
Am späteren Nachmittag dieses 10-Jahr-Fests zeigen die Mannen von Urs Hug in Übungen, dass sie auch heute für alles bereit sind. Ihr Kommandant steht mit einer Digitalkamera daneben.
Er sieht jetzt aus wie ein Fan seiner eigenen Feuerwehr.
 
Bericht SAMUEL TANNER vom Rheintaler
 
















































































































































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