Neues Rüstfahrzeug und neue Brandschutzbekleidung

Ein neues Rüstfahrzeug und neue Brandschutzbekleidung ergänzen in Zukunft die Ausrüstung der Feuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg. Trotz Freude am Material hofft man, dass es möglichst wenig zum Einsatz kommen wird.

Der Bernecker Gemeindepräsident Andreas Zellweger eröffnete am Samstagvormittag das Einweihungsfest des neuen Rüstfahrzeugs mit einem Dank: «Wie die Armee ist auch die Feuerwehr als Teil des Bevölkerungsschutzes im Milizsystem aufgebaut – der Dienst wird also nebenberuflich geleistet und setzt grosse Einsatzbereitschaft voraus. Für dieses Engagement sind wir dankbar.»

Nicht zu unterschätzen ist auch die Arbeit, die in der Anschaffung eines neuen Rüstfahrzeugs steckt. Wer denkt, dass die Feuerwehr dieses einfach aus einem Katalog ausgewählt hat, liegt falsch. Urs Hug, bis Ende 2013 Kommandant der Feuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg und beruflich in der Nutzfahrzeugbranche tätig, war Leiter der Projektgruppe, die sich mit dem Ersatz des fast 25-jährigen Modells befasste. Begonnen habe die Arbeit, nachdem die Bürgerversammlung 2013 den Kredit für die Beschaffung bewilligt hatte. Im Sommer desselben Jahres studierten Hug und seine Kollegen ein Pflichtenheft, in dem steht, welche Vorschriften ein Rüstfahrzeug erfüllen muss: Beispielsweise eine bestimmte Raumeinteilung, die vom Kanton vorgegeben wird.

Auch Wünsche der Feuerwehrangehörigen wurden berücksichtigt, bevor die Projektgruppe nach einem geeigneten Hersteller suchte. Nach vier eingegangenen Offerten entschied sich das Team um Hug für die Firma Walser AG aus Zizers. Im Februar dieses Jahres wurde das Mercedes-Fahrgestell an das Unternehmen geliefert und dort komplett ausgerüstet.

«Der Aufwand war enorm», sagt Hug, «insgesamt gab es 50 Sitzungen – manchmal waren es nur einige Minuten, aber auch ganze Tage.»

Obwohl am Samstag der Stolz und die Freude am neuen Rüstfahrzeug sowohl bei Urs Hug als auch bei den anderen Feuerwehrleuten ersichtlich war, sagte Andreas Zellweger in seiner Rede treffend: «Ich wünsche mir, dass unser neues Rüstfahrzeug so wenig wie möglich zum Einsatz kommen wird.»

Bericht erschien im Rheintaler von Seraina Hess

Der Hochwasserschutz wird effizienter

Während zweier Stunden stellte die Feuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg heute Nachmittag ihr neues Interventionskonzept Hochwasser vor. Gezeigt wurden interne Massnahmen der Feuerwehr, aber auch Vorrichtungen, mit denen sich Menschen, die in Gefahrenzonen wohnen, selbst schützen können.

Das Konzept erarbeitete die Feuerwehr mit Analysen der vergangenen Hochwasserereignisse in der Region. Die Gefahrenzonen am Littenbach, Äächeli, Lochbach sowie am Binnenkanal wurden ermittelt und auf einer Karte festgehalten. Messtationen bei der Schlossbrücke und bei der Ascotbrücke sollen die Feuerwehr demnächst automatisch warnen, wenn der Littenbach einen bestimmten Wasserpegel erreicht hat und mit Hochwasser zu rechnen ist.

Dieser technische Fortschritt ist nicht der einzige. Da die Gefahrenzonen auf Karten detailiert eingezeichnet wurden, konnte die Feuerwehr präzise Einsatzpläne erstellen, die vorgeben, was bei welcher Hochwasser-Alarmstufe getan werden muss. Konkret heisst das: Die Feuerwehr weiss, welche Strassen in der jeweiligen Alarmstufe gesperrt werden müssen, wo mobile Bagger aufgefahren oder Beaver (mobile Dämme) bereitgestellt werden müssen.

Enzo Termine, Mitglied des Feuerwehrkommandos, klärte die Zuhörer aber mehrmals darüber auf, dass es sich bei den verbesserten Massnahmen nicht um eine Lösung handelt: "Die Feuerwehr wird in ihrer Arbeit effizienter. Das Hochwasserereignis können wir damit aber nicht verhindern."

Bericht erschien im Rheintaler von Seraina Hess





























































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