Hauptübung 2005

Schweres Gerät an dünnem Seil

Mit der neuen Winde für den Hubretter kann aus schwierigstem Gelände gerettet werden.

Pioniergeräte zur Bergung verletzter Personen dominierten die Hauptübung der Feuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg in steilem  Gelände. Die Dunkelheit machte es den Feuerwehrleuten auch nicht einfacher.

Starke Rauchentwicklung macht die Sicht auf den Unfallplatz fast unmöglich. Ein Traktor mit Kunstdünger hat im Hof unmittelbar neben einem Tierstall Feuer gefangen - ein Landwirt liegt verletzt am Boden. Kurze Zeit später kümmern sich bereits zwei Feuerwehrleute um den verletzten Mann. Schnell hatten sie die gefährliche Situation überblickt und die Unfallstelle gesichert.

Besuch aus Nachbarland

Feuerwehrkommandant Christian Siegrist hatte zuvor die Gäste informiert und durch den Übungsplatz geführt. Höchstes Gebot sei die Sicherheit, denn Unfälle bei den Rettern dürfen keine passieren, erklärte er. Vertreter des Gemeinderates von Berneck und Au-Heerbrugg sowie Vertreter der Nachbarfeuerwehren - auch jene aus Lustenau - liessen sich im Gebiet Kreuz oberhalb Au die drei Übungsplätze erklären.

Schwebende Rettung

Eine grosse Schwierigkeit dieser Hauptübung stellte das unebene Gelände dar. Der weisse Kleinwagen, nach einer Kollision mit einem Traktor arg in Mitleidenschaft gezogen, musste deshalb vor der Bergung der verletzten Personen gesichert werden. Dazu wurde das Fahrzeug mittels Seilzugapparat befestigt, um Folgeschäden durch Kippen des Autos auszuschliessen. Solche Routineabläufe beherrschen die Feuerwehrleute intuitiv, und sie werden auch jedes Jahr mehrmals an Übungen gefestigt. Wenige Meter weiter befindet sich der nächste Übungsplatz. Von Scheinwerfern taghell beleuchtet, kann ein kaputtes Fahr- rad erkannt werden. Der Lenkerstürzte durch den Aufprall in ein Tobel, wo ihn zwei Feuerwehrleute betreuen. Ein weiterer Retter steigt mittels Hilfsseil zum Radfahrer hinab und deckt diesen mit einer Wärmedecke zu. Oben auf der Strasse wird derweil die neuste Errungenschaft der Feuerwehr installiert. Die moderne Seilwinde mit Tragbahre wird am Hubretter angebracht und mit weit ausfahrbarem Hydraulikarm zum Verletzten hinuntergelassen, wo dieser über den steilen Abhang hinauf problemlos gerettet wird.

Effiziente Zusammenarbeit

Die Übungsleitung zeigt sich bei der Besprechung mit den hundert Feuerwehrleuten beeindruckt von der geleisteten Arbeit. Kleinere Mängel werden aufgedeckt. Die Sicherheit am Unfallplatz sei aber stets beachtet worden, meint Kommandant Siegrist. Er ist mit der sehr guten Zusammenarbeit sehr zufrieden. Aber sicher nicht so, dass nächstes Jahr nicht mehr geübt werden müsse, meint er mit breitem Grinsen und beendet die unfallfrei bewältigte Hauptübung.

Dieser Bericht erschien im Rheintaler von johannes hildebrand

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