Primarschule Au bei der Feuerwehr

Ein feuriges Abenteuer

„Ich will eines Tages in die Feuerwehr“, „ es war mega cool“ , „ das gab einen riesigen Knall“, ertönte es aus aller Munde um 11.00 Uhr im Schulzimmer der sechsten Klassen aus der Au. Doch vorweg die Story, wie es dazu kam.

Am Freitagmorgen, dem 26. 04. 2013 wurden alle sechsten Klassen von Au, Berneck und Heerbrugg eingeladen, die Feuerwehr der gleichnamigen Gemeinden zu besuchen. Das Ziel war, den Schülerinnen und Schülern den Umgang mit dem Feuer,  sowie das korrekte Verhalten bei Brandfällen zu erklären. Nicht zuletzt wollte man auch ein bisschen Werbung für die Jungfeuerwehr machen. Dies gelang den freiwilligen Helfern rund um Enzo vollends.

In der Au abgeholt, kam die Schülerschar in wenigen Minuten bei der Feuerwehrstation in Heerbrugg an, wo auf dem Boden der Garage Platz genommen wurde. Es war schwierig die staunenden Jungs und Mädchen von den verschiedenen, grossen Feuerwehrautos wegzubringen, die glänzend und imposant vor dem Feuerwehrdepot standen.

Freundlich wurde das motivierte Team vorgestellt. Natürlich darf man bei der Feuerwehr allen „du“ sagen. Nach einem viertelstündigen Aufklärungsfilm zu den Aufgabenbereichen der Feuerwehr, wurden die rund 50 Schülerinnen und Schüler in drei Gruppen aufgeteilt. Es gab drei verschiedene Posten zu durchlaufen.

Beim ersten Posten zündete Sven zwei Strohfeuer an. Freiwillige mussten versuchen, diese kleinen Feuerherde mit verschiedenen Sprühtechniken aus herkömmlichen Sprühflaschen zu löschen, was nach wenigen Sekunden gelang. Anschliessend ging es ans Feuermachen. Es wurde jedoch nur ein Feuerstein und ein Stück Stahl zur Verfügung gestellt.  Nach dem Motto „Wer in die Feuerwehr möchte, muss auch selber ein Feuer machen können“, rieben sich die Kinder die Finger wund. Vorgezeigt vom Fachmann, brannte das Feuer nach wenigen Sekunden. Jetzt musste es schnell gehen. Sofort eilte die ganze Gruppe zum Telefon, das neben dem Feuer stand, und wählte die zuvor repetierte Nummer 118. Ohne zu zögern rannte die Truppe ins Depot und alle zogen sich einen Helm über. Geführt von Diana ging es in den Luftschutzraum. Ein dichter Nebel verdeckte die Sicht zum Eingang. Der Raum war stockdunkel, nur manchmal flackerte das Licht, welches für Sekundenbruchteile den Weg erhellte. Einen Fuss vor den anderen setzend, tastete sich die Gruppe durch das Labyrinth aus Gitterstäben, Autoreifen, Schnüren, Matratzen und diversen PET-Flaschen, die auf dem Boden lagen und zur unheimlichen Stimmung beitrugen. Nach etwa zehn Minuten im Dauereinsatz und zittrigen Knien, schien endlich Tageslicht durch einen Schacht, den es hochzuklettern galt. Gleich darauf rannte die Gruppe wieder zum ursprünglichen Platz und die Jungs mussten zwei grosse Feuer mit der Handpumpe löschen, was ihnen ausgezeichnet gelang.

Als kleines Supplement demonstrierte Urs Gremminger, was passieren kann, wenn ein Deospray in einem zu warm gewordenen Auto, beziehungsweise Handschuhfach, explodiert. Obwohl der Spray nur noch zu einem Drittel gefüllt war, gab es einen ohrenbetäubenden Knall und eine grosse Stichflamme. Es war offensichtlich, dass diese Demonstration nicht nur den Kindern Spass bereitete.

Nun ging es in die wohlverdiente Pause, in der Monica Gremminger mit einem Stück selbst gebackenen Kuchen die Klassen verköstigte.

Frisch gestärkt war die Vorfreude auf den zweiten Posten gross. Dort simulierte Thomas einen Fernsehbrand. Nach einer kurzen und vor allem sehr lustigen Vorführrunde zu den verschiedenen Feuerlöschern, durften alle selber Hand anlegen. Es galt zuerst den Stecker rauszuziehen, die Richtung des Rauches zu ermitteln und anschliessen von hinten , da die Scheibe zerspringen könnte, gezielt Löschschaum reinzusprühen. Es sollte jedoch noch interessanter werden, als jede und jeder einmal eine brennende Pfanne mit einer Löschdecke auslöschen durfte. Da musste man ganz schön nahe ans Feuer treten, was in einigen Schülerinnen und Schülern Unbehagen auslöste.

Wie ein solcher Brand in der Pfanne auch anders gelöscht werden könnte, wenn da Öl drin ist, fragte Thomas. Natürlich kam die Antwort: „Mit Wasser!“. Zwei Minuten später, einer enormen Stichflamme, einem lauten Knall und schreienden Kindern, kam niemand mehr auf die Idee, brennendes Öl in der Pfanne mit Wasser löschen zu wollen.

Beim letzen Posten lernten die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von (   ) und ()den Achterknopf zu knoten und die Karabinerbremse zu bedienen. Natürlich muss man sich bei der Feuerwehr auch abseilen können. Wer den richtigen Knopf beherrschte, durfte sich das Klettergeschirr anziehen und sich bei einem kleinen Abhang abseilen lassen. Jeder Einzelne war hervorragend gesichert.

Zu guter Letzt wurden natürlich auch noch tolle Fotos auf dem  Feuerwehrauto posierend, geschossen.  Als ich fragte: „Und, hat es euch gefallen?“, riefen alle, „Jaaaaaaa!“ Diese Erlebnisse und Eindrücke sollten sich noch lange in den Tag hinaustragen. Es war halt einfach ein „mega cooles“ Erlebnis.

Adrian Lehmann





























































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