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Unachtsamkeit ist auch im Haushalt die Brandgefahr Nr. 1.
 
 
Man lässt sich ablenken,
 
 
das Telefon klingelt oder die Wäsche muss noch aufgehängt werden
 
 
und dabei geht vergessen, dass die Herdplatte oder das Bügeleisen noch eingeschaltet sind.
 
 
Eine andere, ebenso gefährliche Brandquelle im Haushalt sind ältere,
 
 
reparaturbedürftige Elektrogeräte.
 
 
 
Brandgefahr durch Haushalt
 
Die grössten Brandgefahren lauern in der Wohnung oder im Eigenheim. Alte und defekte Elektrogeräte, eingeschaltete und vergessene Herdplatten, vergessene Kerzen, Grillgeräte und Raucherwaren sind die gefährlichsten Brandstifter in Schweizer Haushalten und für jeden vierten Brand verantwortlich.
 
Elektrische Geräte:
Orientieren Sie sich vor dem Einschalten eines Elektrogerätes anhand der Betriebsanleitung über den korrekten Umgang. Beachten Sie die angegebenen Sicherheitsmassnahmen. Stellen Sie elektrische Haushaltgeräte immer ausser Reichweite von brennbaren Materialien auf und schalten Sie sie bei Nichtgebrauch am besten ganz aus.

Kochherd:
Lassen Sie den eingeschalteten Kochherd nie unbeaufsichtigt und schalten Sie nach dem Kochen alle Herdplatten aus. Legen Sie keine brennbaren Materialien in die Nähe der Herdplatten. Löschen Sie überhitztes Bratöl in keinem Fall mit Wasser. Ersticken Sie die Flammen mit Hilfe eines Deckels, einer Löschdecke oder mit einem nassen Handtuch. 

Fernsehgerät:
Schalten Sie Ihr Fernsehgerät nicht auf Standby-Betrieb, sondern immer über den Netzschalter aus. Denn im Standby-Betrieb bleibt ein Teil des Gerätes unter elektrischer Spannung und kann zum heimtückischen Brandstifter werden. 

Einbau von Geräten:
Elektrische Geräte werden über Öffnungen im Gehäuse mit Luft gekühlt. Achten Sie deshalb darauf, dass der Luftstrom nicht durch den Einbau in Möbel oder die Ablage von Zeitungen sowie Decken usw. beeinträchtigt wird. 

Bügeleisen:
Lassen Sie das eingeschaltete Bügeleisen nie unbeaufsichtigt und ziehen Sie nach Gebrauch gleich den Stecker raus. 

Leuchten:
Leuchten können sehr heiss werden. Deshalb muss der Kontakt mit brennbaren Materialien wie Dekorationen, Vorhängen, Tapeten usw. vermieden werden. Achten Sie immer auf einen genügenden Sicherheitsabstand.

Tauchsieder:
Verwenden Sie Tauchsieder nur in nicht brennbaren, temperaturbeständigen Gefässen.

Heizungen:
Halten Sie brennbare Materialien stets ausser Reichweite der eingeschalteten Heizkörper. Achten Sie immer auf einen genügend grossen Sicherheitsabstand zu Möbeln, Vorhängen, Dekorationen usw. 

Elektroinstallationen:
Lassen Sie jegliche Art von Elektroinstallationen sowie Reparaturen von einer Fachperson ausführen. Selbsternannte Hobbyelektriker können sich schnell die Finger verbrennen. Und mehr. 

Sicherungen:
Defekte Sicherungen, Leitungsschutzschalter, Fehlerstromschutzschalter usw. dürfen nicht überbrückt oder repariert, sondern müssen immer ersetzt werden. Lassen Sie solche Arbeiten durch eine Fachperson ausführen. 

Kabel und Stecker:
Gehen Sie mit Stromkabeln sowie -steckern immer sorgfältig um. Führen Sie keine Kabel unter Türen durch. Schützen Sie sie vor jeglicher Beschädigung und ersetzen Sie defekte Ware schnellstmöglich. Warme Stecker oder Kabel weisen auf Überlast oder Defekt hin. 

Mehrfachsteckdosen:
Lassen Sie die Hände von Mehrfachsteckdosen mit starr angebauten Steckern. Verwenden Sie immer solche, die mit einem Kabel an das Netz angeschlossen werden. Tipp:
Fehlerstrom-Schutzschalter überwachen elektrische Anlagen permanent auf Isolationsfehler und bieten einen hervorragenden Schutz vor Bränden. Erkundigen Sie sich bei einer Fachperson.

 
Wenn es trotz aller Vorsichtsmassnahmen zu einem Brand kommt, dann heisst es:
Alarmieren (Feuerwehr 118) – Retten – Löschen.
 
Tipp zum Downloaden: Brandgefanr im Haushalt (PDF, 834KB)  
 
Quelle: Beratungsstelle für Brandverhütung (BfB) und bfu - Beratungstelle für Unfallverhütung
 
Notrufnummern
Feuerwehr 118
Internationaler Notruf 112
Polizei 117
Sanität 144
Vergiftungsnotfälle 145
REGA 1414
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