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Berneck-Au-Heerbrugg
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Ernstfall beim RAV geübt
Gestern am späteren Nachmittag stieg Rauch aus dem RAV. Die sich im Gebäude befindenden Personen wurden evakuiert. Zwei Frauen mussten von der Feuerwehr «gerettet» werden.

Im Heerbrugger Zentrum herrschte gestern Nachmittag gegen vier Uhr ein besonderes Szenario, das viele Schaulustige anlockte. Aus dem Gebäude des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums stieg Rauch. «Im RAV brennt's», raunten sich die Passanten zu. Mit Sirene und Blaulicht verschaffte sich die Feuerwehr Berneck-Au-Heerbrugg mit ihren Einsatzfahrzeugen Platz auf der Hauptstrasse und auf der Berneckerstrasse. Der Verkehr an der Rheinhof-Kreuzung wurde durch Feuerwehrleute geregelt. Die dreispurige Fahrbahn vor dem RAV war nur abwechslungsweise in beide Richtungen befahrbar. «Im Ernstfall müssten wir die Hauptstrasse ganz sperren», sagte Kommandant Urs Hug.

Aber es war zum Glück kein Ernstfall, sondern eine Brandalarmübung mit Evakuierung und Sanitäts-Einsatz. Roland Schleith, Leiter des RAV in Heerbrugg, sagte: «Es geht darum, das Sicherheitsdispositiv zu testen. Darum proben wir mit der Feuerwehr zusammen den Ernstfall.»

Personen evakuiert

RAV-Angestellte bemerkten Rauch in der Cafeteria. Mario Köppel, Verantwortlicher für die Sicherheit beim RAV, wies die Stockwerkhelfer (diese Mitarbeitenden wurden für Notfälle ausgebildet) an, alle Personen im Haus zu evakuieren. Diese wurden auf dem Sammelplatz vor der Freien Evangelischen Gemeinde (FEG) betreut. Mittlerweile, um 16.06 Uhr, war wenige Minuten nach der Alarmierung die Feuerwehr eingetroffen. Einsatzleiter Patrick Aschwanden erläuterte das Vorgehen. Es galt, das Haus nach weiteren Personen zu durchsuchen, zwei Frauen mit dem Hubretter aus dem dritten Stock zu bergen, den Brandherd zu löschen, das Gebäude vom Rauch zu befreien und begehbar zu machen.

Schwierigkeiten erkannt

Übungsleiter Enzo Termine zeigte sich an der Schlussbesprechung zufrieden mit der Arbeit der RAV-Mitarbeitenden und mit dem Einsatz der Feuerwehr. Die vielen Einzelbüros erschweren die Personensuche. Die drei Eingänge im Auge zu behalten, sei eine weitere Schwierigkeit. Erschwerend war auch der Feierabendverkehr. Aber im Ernstfall müsse man mit diesen Erschwernissen rechnen. Mario Köppel unterstrich die Bedeutung einer solchen Übung.


Bericht von Bea Sutter vom Rheintaler